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Der Leistungsvertrag mit der LFG ist unter Dach und Fach

Eine kleine Posse vom Wochenende hätte für die Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG) unter Umständen zu einer Rute führen können. Nichtsdestotrotz gab’s vom Stadtrat für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler am Schluss ein schönes Weihnachtspäckli.



Von Patrick Jordi,

Stadtrat FDP, Mitglied KöS, Guggenmusiker und Anwärter fürs Komitee LFG

 

Wie es in Langenthal schnell einmal der Fall sein kann, hatte ich am letzten Montagabend im Stadtrat gleich mehrere Hüte gleichzeitig an: Einerseits jenen des Fasnächtlers, Guggenmusikers und Anwärters auf einen LFG-Komiteeposten. Andererseits den Hut als Stadtratsmitglied und Fraktionssprecher von FDP/jll/L49 bei Traktandum 7, bei dem es um die für unsere Fasnacht essenzielle Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Langenthal und der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG) ging.

 

Weil sich im Vorfeld der Debatte ein gewisser politischer Widerstand gegen das Geschäft formiert hatte, gingen spätestens am letzten Wochenende bei einigen eingefleischten Fasnächtler*innen die Emotionen hoch. Leider kam es in diesem Zusammenhang zum Versand eines LFG-Newsletters mit – ich sage jetzt mal – unqualifiziertem Wortlaut. Zum guten Glück folgte die offizielle Entschuldigung von Fasnachtsoberin Renate Niklaus postwendend, sodass die Wogen noch rechtzeitig vor der Debatte im Stadtrat geglättet werden konnten (puh!).

 

So wurde die Suppe schlussendlich deutlich weniger heiss gegessen, als sie gekocht worden war: Der Stadtrat stimmte dem Fasnachtsgeschäft mit grosser Mehrheit zu. Das bedeutet, dass die Langenthaler Fasnacht künftig wiederkehrend mit städtischen Gebührenerlassen und Kostenübernahmen von bis zu CHF 100’000.– pro Jahr rechnen darf. Es handelt sich dabei um eine Regelung, die eigentlich bereits seit 2006 besteht, bislang jedoch nie vertraglich festgehalten worden war. Dass diese Vereinbarung nun in eine offizielle Form gegossen wird, bringt für beide Seiten Vorteile: Für die LFG bedeutet sie vor allem eine grosse Planungssicherheit. Für die Stadt wiederum gibt es ein klares Kostendach – gerade auch im Falle einer Schlechtwetterfasnacht. Und für beide Seiten schafft die Vereinbarung Rechtssicherheit, selbst in einem budgetlosen Zustand (kann ja mal vorkommen, so eine budgetlose Phase, nicht wahr …).

 

Trotz des Geplänkels rund um den LFG-Newsletter war am Montag im Stadtrat sehr schön zu sehen, dass die grosse Mehrheit des lokalen Parlaments – von rechts bis links – voll und ganz hinter der Langenthaler Fasnacht steht. Unbestritten ist auch der hohe Stellenwert der «fünften Jahreszeit» als überlieferte Tradition und kulturelles Grossereignis für unsere Stadt.

 

Als Fasnächtler bin ich sehr froh und dankbar, dass diese wichtige Leistungsvereinbarung nun unter Dach und Fach ist. Und als Stadtrat bin ich froh, dass wir als Lokalparlament Grösse gezeigt, uns nachsichtig gegeben und den verbalen Ausrutscher der LFG rasch und unkompliziert hinter uns gelassen haben.

 

Sicher ist: In der bevorstehenden Ausgabe der Fasnachtszeitung «Päng» kriegen für einmal nicht nur Stadt- und Gemeinderäte ihr Fett weg, sondern auch die LFG selbst für die kleine Posse der letzten Tage. So viel Selbstkritik muss sein! (zwinker)

 

Wer sich noch vertieft für das Thema interessiert: Hier geht es zur offiziellen Entschuldigung der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft LFG:

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