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Schulsozialarbeit

Seit längerer Zeit wird die Schulsozialarbeit in Langenthal weiterentwickelt. Ausgangspunkt dafür sind eine Evaluation, verschiedene Diskussionen im Stadtrat sowie ein klar identifizierter Handlungsbedarf. Das Ziel ist eine wirksamere Unterstützung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Schulen.



Schulsozialarbeit neu gedacht

Die Anforderungen an unsere Schulen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Zunehmende soziale Belastungen, komplexere Familiensituationen und steigende Erwartungen an Lehrpersonen und Schulleitungen verlangen nach professioneller Unterstützung.

Der Schulsozialindex zeigt klar: Langenthal liegt mit einem Wert von 1.39 deutlich über dem Durchschnitt. Damit ist auch der Bedarf an wirksamer Schulsozialarbeit hier erhöht.

Die zentrale Erkenntnis aus der eingangs erwähnten Evaluation der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) von 2024/2025 ist eindeutig: Schulsozialarbeit entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn sie präsent, kontinuierlich und präventiv arbeiten kann.


Warum ein neues Modell notwendig ist

Das bisherige Modell mit den zwei Leistungserbringern ToKJO und Schoio AG führte zu einem erheblichen Koordinationsaufwand. Dieser band Ressourcen, ohne den gewünschten Nutzen für die Betroffenen zu bringen.

Die Folge:

  • weniger Zeit für konkrete Fälle

  • eingeschränkter Beziehungsaufbau

  • zu wenig präventive Arbeit

Genau hier setzt die Neuausrichtung an.


Die zentralen Verbesserungen

Das neue Modell basiert auf fünf klar definierten Eckpunkten:

  • Ein Leistungserbringer statt mehrerer Schnittstellen (ToKJO)

  • Erhöhung der Ressourcen auf 260 Stellenprozente

  • Stärkere Präsenz vor Ort in den Schulhäusern

  • Niederschwelliger Zugang für alle Anspruchsgruppen

  • Standortspezifische Konzepte je Schulzentrum

Diese Struktur reduziert Komplexität und sorgt dafür, dass die Ressourcen dort wirken, wo sie benötigt werden.


Mehr Wirkung durch gezielten Einsatz

Die Ressourcen werden künftig gezielter eingesetzt:

  • höhere Dotation in stark belasteten Schulzentren

  • Fokus auf Oberstufe mit komplexeren Fällen

  • differenzierter Einsatz je nach Bedarf

Damit wird ein entscheidender Schritt gemacht: weg von punktuellen Interventionen – hin zu nachhaltiger Begleitung.


Finanzielle Einordnung

Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund CHF 326’000, wovon 10 % durch den Kanton getragen werden.

Im Verhältnis zu den gesamten Bildungsausgaben der Stadt ist dies eine überschaubare, aber strategisch relevante Investition.

Vor allem gilt: Frühzeitige Unterstützung reduziert langfristige Folgekosten – sozial wie finanziell.


Fazit

Die Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit ist kein Ausbau um des Ausbaus willen. Sie ist eine gezielte Antwort auf reale Herausforderungen und sie ist:

  • fachlich fundiert

  • effizient organisiert

  • finanziell tragbar

  • strategisch sinnvoll

Für die FDP ist klar: Eine funktionierende Schulsozialarbeit stärkt nicht nur die Schulen, sondern die gesamte Gesellschaft.


Investitionen in Prävention und Unterstützung zahlen sich langfristig aus – für Kinder, Familien und die öffentliche Hand.

 


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